Die kurze Antwort. Ihre Rankings hängen nicht an WordPress. Sie hängen an Ihren Inhalten, Ihren Adressen und daran, dass der Umzug sauber gemacht wird. Hier steht, was bei einem Wechsel zu Webflow wirklich passiert, Schritt für Schritt, und auch, wann Sie besser bleiben, wo Sie sind.

Woran Sie merken, dass der Umzug ansteht

Kaum jemand wechselt die Website aus Langeweile. Es gibt fast immer einen Auslöser.

  • Das Design ist von 2018, und die Firma hat sich weiterentwickelt. Ein Relaunch steht sowieso an.
  • Niemand traut sich mehr, ein Update einzuspielen, weil beim letzten Mal das Kontaktformular ausfiel.
  • Die Person, die „das mit der Website gemacht hat“, ist weg. Zugänge unklar, Plugin-Aufbau unklar.
  • Google oder der Browser warnen vor der Seite, weil ein Update monatelang liegen blieb.
  • Ein festes Datum rückt näher. Messe, Saison, Jubiläum, und die Seite soll vorher stehen.

Wenn einer dieser Punkte zutrifft, ist die Frage nicht mehr, ob etwas passieren muss. Sondern nur noch, ob Sie im alten System renovieren oder beim Neubau das Fundament gleich mit tauschen. Warum ich für die meisten Firmenseiten in der Region Webflow nehme, steht ausführlich im Artikel über Webflow.

Was bei Google wirklich zählt

Google rankt keine Software. Google rankt Seiten, also einzelne Adressen mit Inhalt. Für Ihre Platzierung zählen die Texte, die Struktur, die Ladezeit und die Links, die auf Ihre Seite zeigen. Ob dahinter WordPress, Webflow oder handgeschriebener Code steckt, ist für den Algorithmus nebensächlich.

Gefährlich am Umzug ist deshalb genau eine Sache. Wenn eine Adresse, die bisher gefunden wurde, plötzlich ins Leere führt, verliert sie ihren Wert. Der Besucher landet auf einer Fehlerseite, Google wirft die Adresse mit der Zeit aus dem Index. Genau dafür gibt es die 301-Weiterleitung. Sie sagt Google dauerhaft „diese Seite lebt jetzt hier“, und der gesammelte Wert der alten Adresse zieht mit um.

Dazu gehört auch der unangenehme Teil. In den ersten Wochen nach einem Umzug kann es Bewegung in den Platzierungen geben, während Google die neuen Adressen einliest. Das ist normal und legt sich, wenn die Weiterleitungen sauber sitzen. Ein dauerhafter Absturz ist kein Umzugs-Schicksal, sondern fast immer ein Handwerksfehler. Vergessene Weiterleitungen, gelöschte Inhalte, geänderte Seitentitel ohne Not.

So läuft der Umzug ab

Der Ablauf ist unspektakulärer, als die Sorge vermuten lässt.

  1. Bestandsaufnahme. Ich ziehe eine Liste aller Adressen der alten Seite und schaue in die Suchdaten. Welche Seiten bringen Besucher, welche Suchbegriffe funktionieren, welche Seiten sind tot? Das entscheidet, was mitkommt und was wegfällt.
  2. Inhalte übernehmen. WordPress hat einen eingebauten Export. Beiträge und Seiten wandern als Datei heraus, ich bereite sie auf und importiere sie ins Webflow-CMS, Feld für Feld. Bilder kommen dabei nicht automatisch mit, die hole ich separat herüber und binde sie neu ein. Das ist Fleißarbeit, keine Zauberei.
  3. Neu bauen, was bleiben soll. Design und Aufbau entstehen in Webflow neu. Was auf der alten Seite funktioniert hat, bleibt inhaltlich erhalten. Ein Relaunch ist kein Grund, bewährte Texte wegzuwerfen.
  4. Weiterleitungen anlegen. Für jede alte Adresse, die sich ändert, hinterlege ich in den Webflow-Einstellungen eine 301-Weiterleitung, altes Ziel auf neues Ziel. Wo die Adress-Struktur gleich bleiben kann, lasse ich sie gleich. Die beste Weiterleitung ist die, die gar nicht nötig ist.
  5. Umschalten und nachhalten. Die Domain zeigt auf die neue Seite, die Sitemap geht an Google, und in den Wochen danach schaue ich in die Suchdaten, ob alle wichtigen Seiten wieder einlaufen. Fehlerseiten, die dort auftauchen, bekommen ihre Weiterleitung nachgereicht.

Die alte Seite bleibt bis zum Umschalten unberührt online. Es gibt keinen Moment, in dem Ihr Betrieb ohne Website dasteht.

Was nicht automatisch mitkommt

Damit Sie nicht aus dem Angebot erfahren, was vorher niemand gesagt hat. Drei Dinge wandern nicht per Knopfdruck mit.

  • Bilder und Dateien. Die Mediathek übernehme ich separat und binde sie neu ein. Bei großen Bildbeständen ist das ein eigener Arbeitsposten.
  • Plugin-Funktionen. Was in WordPress ein Plugin erledigt hat, braucht in Webflow eine eigene Lösung. Formulare und Standardfälle sind eingebaut, Sonderfälle schaue ich mir vorher einzeln an und sage Ihnen, was sie kosten.
  • Der Shop. Einen echten Onlineshop ziehe ich nicht auf Webflow um. Dafür ist Shopify das richtige Werkzeug, das sage ich lieber vorher als hinterher. Was die Plattform kann und kostet, steht im Artikel über Shopify.

Wann Bleiben die bessere Wahl ist

Es gibt Fälle, in denen ich vom Umzug abrate. Wenn Ihre Seite gepflegt läuft, jemand die Updates zuverlässig macht und Sie mit dem Auftritt zufrieden sind, gibt es keinen Grund zu wechseln. Ein Umzug lohnt sich, wenn sowieso ein Relaunch ansteht oder die Wartung zum Dauerproblem geworden ist. Er lohnt sich nicht als Selbstzweck, nur weil das Werkzeug moderner klingt. Die Abwägung zwischen Selbst-Hosting und Managed-Plattform habe ich im Vergleichs-Artikel aufgeschrieben.

Was das für Sie heißt

Die Angst vor dem Ranking-Verlust ist der schlechteste Grund, auf einer Seite zu bleiben, die niemand mehr anfassen will. Ein sauber gemachter Umzug nimmt Inhalte, Adressen und Sichtbarkeit mit. Die Bestandsaufnahme und die Weiterleitungen stehen bei mir als eigene Posten im Angebot, damit Sie sehen, dass dieser Teil nicht nebenbei passiert. Und nach dem Umzug gehört die Seite Ihnen, samt Zugängen. Kein Lock-in bei mir.

Wenn Sie vorher wissen wollen, in welcher Größenordnung ein Relaunch liegt, finden Sie die vier Posten in Was kostet eine Website.