Was Webflow eigentlich ist

Webflow ist ein visueller Website-Baukasten für Profis. Das klingt erstmal wie jeder Homepage-Baukasten aus der Fernsehwerbung, ist aber etwas anderes. Ich gestalte damit frei, so wie ein Entwickler von Hand programmieren würde, nur eben sichtbar statt im Code-Editor. Am Ende steht sauberer HTML- und CSS-Code, kein aufgeblähter Klick-Baukasten-Müll, der die Seite langsam macht.

Der zweite Unterschied ist wichtiger. Hosting, SSL-Zertifikat, Sicherheits-Updates und Backups sind mit drin. Sie mieten die Seite nicht auf irgendeinem Server, um den sich dann keiner kümmert. Webflow liegt auf der Infrastruktur von Amazon, verteilt über ein weltweites Netz, das auch einen Besucher-Ansturm ohne Aussetzer wegsteckt. Um Technik-Wartung müssen Sie sich nicht kümmern. Das war der eigentliche Grund, warum ich seit Jahren mit Webflow arbeite.

Warum nicht WordPress

Rund 42 Prozent aller Websites weltweit laufen auf WordPress. Bei den Seiten, die überhaupt ein CMS nutzen, sind es fast 60 Prozent. Es ist mächtig, kostenlos und kann fast alles. Genau da liegt das Problem für einen kleinen Betrieb.

WordPress kann fast alles, weil es fast alles über Plugins nachrüstet. Kontaktformular, Bildergalerie, SEO, Sicherheit, Backup, Cache. Schnell hängen an einer normalen Firmenseite ein Dutzend fremde Erweiterungen, jede von einem anderen Entwickler, jede mit eigenem Update-Rhythmus. Wenn eines nicht gepflegt wird, reißt es im schlimmsten Fall eine Sicherheitslücke auf oder legt die Seite lahm, sobald das nächste große Update kommt.

Weil WordPress offen und weit verbreitet ist, ist es das beliebteste Ziel für automatisierte Angriffe. Das heißt nicht, dass WordPress unsicher ist. Es heißt, dass jemand die Updates, Backups und die Sicherheit dauerhaft im Blick behalten muss. Bei einem Handwerksbetrieb oder einem kleinen Laden macht das am Ende oft niemand, und dann steht die Seite ein halbes Jahr ohne Update im Netz.

Webflow nimmt Ihnen diese ganze Baustelle ab. Sie sind immer auf der aktuellen Version, Updates laufen im Hintergrund, ohne dass die Seite offline geht. Kein Plugin-Zoo im klassischen WordPress-Sinne, weniger Angriffsfläche, kein Wartungsvertrag nur dafür, dass die Technik nicht auseinanderfällt.

Wofür Webflow stark ist

Für die typische Firmenseite ist Webflow schwer zu schlagen. Also für alles, wo es darum geht, dass Ihr Betrieb gut aussieht, schnell lädt und gefunden wird.

  • Marketing-Websites und Portfolios. Die Seite, die zeigt, was Sie machen, und Anfragen bringt. Genau der Fall, für den Webflow gebaut ist.
  • Landingpages von Ihren eigenen Mitarbeitern für eine bestimmte Aktion oder Kampagne, schnell aufgesetzt und gut messbar.
  • Ein Blog oder Ratgeber über das eingebaute CMS. Sie pflegen Beiträge selbst, ohne etwas kaputt machen zu können.
  • Animationen und Bewegung ohne extra Entwickler. Dezent eingesetzt lässt das eine Seite hochwertig wirken, was gerade bei Handwerk und Einzelhandel Vertrauen schafft.

Der Punkt, der im Alltag am meisten zählt: die Seite ist wartungsarm. Einmal sauber gebaut, läuft sie. Ich muss nicht alle paar Wochen Plugins nachziehen, und Sie bekommen keine böse Überraschung, wenn Sie ein paar Jahre lang nichts angefasst haben.

Wo Webflow an Grenzen stößt

Jetzt die andere Seite, denn Webflow ist nicht für alles die richtige Wahl.

Bei komplexen Onlineshops bin ich raus. Für einen echten Handel mit vielen Produkten, Lager, Kasse und Versand nehme ich Shopify, das dafür gebaut ist. Webflow hat zwar eine Shop-Funktion, aber sobald es ernst wird, stößt sie an Grenzen. Wenn Sie allerdings hohe Ansprüche an das Design haben, aber die Funktionalität von Shopify wünschen, ist das durchaus möglich.

Auch Mitgliederbereiche kann Webflow darstellen, sofern es um Content-Steuerung und einfache Login-Logik geht. Für sehr komplexe Mitgliedersysteme oder tiefe Software-Integrationen muss man allerdings prüfen, ob es die richtige Basis ist. Das sage ich lieber vorher, als Ihnen etwas hinzubauen, das die falsche Grundlage hat.

Und ein Punkt zum Geld, den viele überhören. Die Lizenz läuft monatlich. Wer „einmal zahlen und nie wieder dran denken" erwartet, denkt in die falsche Richtung. Dafür fällt an anderer Stelle Wartungsaufwand und das Hosting weg, aber die laufende Gebühr gehört ehrlich auf den Tisch.

Was Webflow kostet

Reden wir über echte Zahlen, denn „günstig" hilft Ihnen bei der Entscheidung nicht.

Seit Mitte 2026 hat Webflow die Tarife vereinfacht. Für eine kleine Seite ohne Blog reicht der Basic-Tarif, umgerechnet rund 14 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung. Sobald Sie einen Blog oder pflegbare Inhalte über das CMS wollen, brauchen Sie den Premium-Tarif, rund 23 Euro im Monat bei Jahreszahlung. Bei monatlicher Zahlung wird es spürbar teurer, deshalb rechne ich das mit Ihnen jährlich durch. Webflow rechnet in US-Dollar ab, der Euro-Betrag schwankt also leicht mit dem Wechselkurs.

Dazu kommt einmalig meine Arbeit für Konzept, Design und Aufbau. Was das Ganze am Ende kostet, sage ich Ihnen im Angebot konkret, nicht als Spanne ins Blaue. Und wenn Ihr Vorhaben für den DIGI-Zuschuss Hessen infrage kommt, deckt der bis zur Hälfte der Projektkosten.

Was das für Sie heißt

Sie bekommen eine Seite, die schnell lädt, bei Google eine faire Chance hat und die Sie nach einer kurzen Einweisung selbst pflegen können. Keine Plugin-Updates, kein Hosting-Stress, kein Anruf in einem halben Jahr, weil irgendetwas nicht mehr geht.

Und falls Sie irgendwann ohne mich weitermachen wollen: die Seite und der Account gehören Ihnen. Kein Lock-in bei mir. Genau das würde ich mir als Kunde auch wünschen.