Instagram-Beiträge lassen sich in der App oder in der Meta Business Suite einplanen und erscheinen dann zur gewählten Zeit von selbst. Das Einplanen ist aber selten das Problem. Aufwendig ist das Schreiben: Texte formulieren und passende Hashtags suchen, jede Woche aufs Neue. Deshalb halte ich einen Redaktionsplan mit Regeln für den besseren Weg, weil dabei Texte, Captions und Hashtags automatisch entstehen. So ist in kurzer Zeit viel Material fertig, an dem Sie nur noch Kleinigkeiten anpassen.

Für den Anfang reicht die App. Laut Sprout Social können Sie dort bis zu 25 Beiträge pro Tag und bis zu 75 Tage im Voraus planen, allerdings nur mit einem Business- oder Creator-Konto. Achten Sie auf den Unterschied zwischen Entwurf und geplantem Beitrag. Ein Entwurf wartet, bis Sie ihn selbst öffnen und teilen, nur ein geplanter Beitrag geht von allein raus.

In der App oder der Meta Business Suite einplanen

Zuerst stellen Sie Ihr Konto auf Business oder Creator um. Ein professionelles Konto darf dabei nicht privat sein. Danach läuft das Einplanen in der App in wenigen Schritten:

  1. Beitrag wie gewohnt anlegen und die erweiterten Einstellungen öffnen.
  2. Auf „Beitrag planen“ tippen.
  3. Datum und Uhrzeit wählen.
  4. Mit „Fertig“ bestätigen.

Die Meta Business Suite plant Instagram- und Facebook-Beiträge an einer Stelle ein und veröffentlicht sie dann automatisch. Die Grenze von 25 Beiträgen am Tag hat bei meinen Kunden noch niemand erreicht. Das überrascht mich nicht, denn 25 Beiträge sind schon sehr viel.

Für die Uhrzeit lohnt ein Blick auf die eigenen Beiträge. Hootsuite zum Beispiel zeigt auf Basis Ihrer Beiträge der letzten 30 Tage die besten Zeiten zum Posten an.

Weg 2: ein Redaktionsplan mit Regeln

Wie das im Alltag aussieht, zeigt ein Eventveranstalter aus Mittelhessen. Ein sehr kleines Team baute ein neues Event auf und konnte Anfragen, Kommunikation und Social Media nicht nebenher stemmen.

Die Angaben und Bilder der Aussteller lagen in einer Datenbank in Notion. Ein Workflow holt sich daraus Bilder und Informationen und erzeugt fertige Beiträge. Niemand musste mehr für jeden Aussteller einen eigenen Text schreiben.

Für spontane Content-Ideen kam ein Telegram-Bot dazu. Tagsüber blieb keine Zeit, sich an ein Planungstool zu setzen, obwohl gerade dann Inhalte vom Aufbau entstehen sollten. Also machte das Team unterwegs ein Foto und schickte es mit einem Stichpunkt an den Bot. Einen Termin musste dafür niemand suchen, der Beitrag landete von selbst auf einem freien Platz im Redaktionsplan.

Der naheliegende Einwand gegen automatisch erzeugte Texte ist, dass etwas Unpassendes online geht. Deshalb geht bei mir kein Beitrag ungeprüft raus. Jeder wird vorbereitet, eingeplant und erst nach Freigabe veröffentlicht.

Mit so einem Workflow sind drei bis fünf Feed-Beiträge pro Woche einfach zu schaffen. Buffer nennt diesen Takt als wahrscheinlich guten Mittelweg zwischen Reichweite, Wachstum und einem Aufwand, den man auf Dauer durchhält.

Was geplante Beiträge nicht können

Laut HubSpot lassen sich bei einem geplanten Beitrag weder Produkte noch andere Accounts markieren. In der Praxis ist das tatsächlich ein kleines Problem. Wer die Funktion braucht, loggt sich nach dem automatischen Posten noch einmal kurz in der Handy-App oder der Business Suite ein und setzt die Verlinkung von Hand. Tragen Sie sich dafür eine Erinnerung zur Uhrzeit des Beitrags ein.

Dazu kommt eine Lücke, die Teams betrifft. In der App gibt es keine Möglichkeit, Beiträge gemeinsam zu prüfen, Freigaben einzuholen oder Kommentare zu hinterlassen.

Welcher Weg zu Ihrem Betrieb passt

Mein Kriterium ist einfach. Schafft ein kleines Team im Alltag nicht, alle Beiträge rauszuschicken, die es gern senden würde, rate ich immer zu einem Werkzeug, das ich dafür baue.

Reservieren Sie sich für diese Woche einen festen Termin. Legen Sie dann die Beiträge, die Sie im letzten Monat tatsächlich gesendet haben, neben die, die Sie senden wollten. Fehlt keiner, können Sie die Beiträge der nächsten Woche direkt in der App einplanen. Fehlen einige, ist das genau die Lage, in der ich zu einem Werkzeug oder einem Redaktionsplan mit Regeln rate.

Wie ein solcher Plan mit Freigabe in Ihrem Betrieb laufen kann, beschreibe ich unter Social-Media-Automatisierung.

Quellen