← Alle Referenzen

Ticketing

Ticketshop, WordPress gegen Shopify

Die Herausforderung: ein Shop, der das ganze Jahr für wenige Stunden bezahlt wird

Der Kunde ist ein Veranstaltungsbüro und verkauft die Tickets für seine eigenen Veranstaltungen selbst, über einen Shop auf WordPress mit rund zwanzig Plugins. Im Jahr gehen darin rund 10.000 Tickets über die Theke.

Der größte Posten ist das Hosting mit rund 6.000 Euro im Jahr. Der Grund dafür ist bemerkenswert. Die Kapazität wird für den Vorverkaufsstart gebraucht. An diesen wenigen Terminen kommt der Ansturm, und den Rest des Jahres werden Kapazitäten vorgehalten, die nicht gebraucht werden. Bezahlt wird trotzdem jeden Monat. Und selbst dann bleibt ein Restrisiko, weil der Ansturm die vorgehaltene Reserve übersteigen kann. Ausgerechnet in der Stunde, in der ein großer Teil des Jahresumsatzes entsteht.

Hinzu kommt die Wartung des Shopsystems, von WordPress, von Tracking und anderen Plugins und der Zahlungsschnittstelle. Die daraus resultierenden Serviceanfragen wegen nicht durchführbarer Zahlungen, nicht versendeter Ticketmails oder hoher Warenkorbabbrüche, weil einzelne Zahlungsoptionen zwischenzeitlich nicht verfügbar sind, kosten zusätzlich Geld und Nerven.

Die Abendkasse läuft über ein eigenes Gerät, getrennt vom Onlineshop. Wie viele Tickets für eine Veranstaltung insgesamt verkauft wurden, muss hinterher von Hand zusammengerechnet werden. Was das an Arbeit für die Steuererklärung bedeutet, kann man nur erahnen.

Die Lösung: erst nachrechnen, dann bauen

Bevor irgendetwas gebaut wurde, habe ich beide Wege durchgerechnet. Grundlage waren die echten Zahlen aus dem bestehenden Ticket-Shop und quellengeprüfte Preise für Plan, Zahlungsanbieter, Ticketing-App und Rechnungstool.

Der zweite Teil war die Machbarkeit. Shopify ist keine Ticketing-Plattform, sondern ein Shopsystem. Ticketing kommt über eine App dazu, mit QR-Code auf dem Ticket, Wallet-Eintrag auf dem Handy und einer Einlass-App zum Scannen. Um das zu prüfen, habe ich den bestehenden Ticketshop auf Shopify nachgebaut. So ließen sich in einer Sandbox der Warenkorb, die Zahlung und alle Funktionen samt möglicher Verbesserungen testen.

Das Ergebnis: halbierte Fixkosten und ein stabiles System, das läuft

Die Fixkosten sinken von rund 7.200 auf rund 3.200 Euro im Jahr. Treiber ist das Hosting, das komplett entfällt, weil es im Shopify-Plan enthalten ist und Serverkapazitäten automatisch bereitgestellt werden, wenn sie gebraucht werden. Die Gesamtrechnung inklusive der durchlaufenden Transaktionsgebühren ist dagegen etwa gleich. Was zufriedenere Kunden wert sind, lässt sich schwer beziffern. Das reduzierte Serviceaufkommen kommt noch hinzu.

Die Oberfläche ist deutlich besser bedienbar, der Checkout aufgeräumt, ein Konto ist keine Pflicht, und Shopifys eigener Shop Pay kommt zu den bestehenden Zahlwegen hinzu. Unabhängige Messungen des Baymard Institute zeigen rund 70 Prozent Kaufabbruch im Schnitt, und die häufigsten Gründe sind spät sichtbare Zusatzkosten, ein erzwungenes Kundenkonto und ein zu langer Checkout. Diese drei Punkte adressiert der Umstieg auf Shopify direkt.

Ein weiterer Vorteil ist die programmierbare Schnittstelle von Shopify. Neue Veranstaltungen und Ticket-Kategorien lassen sich über ein KI-Tool anlegen, Texte werden automatisch eingepflegt. Abrechnungen und Auswertungen fragt der Kunde jederzeit über dasselbe KI-Tool ab, ohne mühsam Tabellen zu exportieren und auszuwerten.

Klingt nach Ihrem Fall?

Erzählen Sie mir in einem kostenlosen Erstgespräch, woran es bei Ihnen klemmt. 30 Minuten, ohne Verkaufspitch, mit einem konkreten nächsten Schritt am Ende.