Wenn mich jemand fragt, warum seine Seite bei Google nicht auftaucht, frage ich zuerst zurück, wonach er gesucht hat. Wer den eigenen Firmennamen eintippt und nichts sieht, hat ein anderes Problem als jemand, der bei der Suche nach seiner Leistung nicht erscheint. Wird eine Website grundsätzlich nicht gefunden, ist sie nicht live oder es gibt ein Problem mit dem Hosting. Alle anderen Ursachen hängen stark daran, was jemand in die Suche eingegeben hat.

In der Regel liegt es an einer technisch schlecht aufgesetzten Seite und daran, dass die richtigen Suchbegriffe nicht an den richtigen Stellen stehen. Wie schnell es andersherum geht, habe ich beim GAIL Night Market gesehen. Direkt nach dem Live-Gang habe ich zwei Seiten in der Google Search Console angemeldet, und beide waren innerhalb kürzester Zeit bei Google zu finden. Ich teste meine Websites grundsätzlich vor dem Live-Gang und baue sie ordentlich auf, deshalb geht es danach so schnell. Die Sitemap, also die Datei mit der Liste aller Seiten Ihrer Website, kommt bei mir ganz am Ende, wenn Seitenstruktur und Inhalte stehen.

Warum wird meine Website nicht angezeigt?

Ihre Website wird nicht angezeigt, wenn Google sie nicht kennt, sie nicht in seinen Index aufgenommen hat oder sie zu Ihrer Suche nicht ausspielt. Erst wird eine Seite gecrawlt, also von Google besucht, dann indexiert, also aufgenommen, dann zu einer Suchanfrage ausgespielt. Google garantiert keinen dieser Schritte, auch dann nicht, wenn eine Seite alle Vorgaben einhält. Für Sie heißt das: Bevor Sie etwas ändern, sollten Sie wissen, an welchem Schritt es hängt.

Das zeigen Ihnen zwei kostenlose Werkzeuge in der Google Search Console.

  • Das URL-Prüftool zeigt für eine einzelne Seite, ob Google sie im Index hat und ob sie sich indexieren lässt. Es taugt für die Startseite und für jede Seite, die Kunden finden sollen.
  • Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt für die ganze Website, wie viele Adressen Google besucht und aufgenommen hat. Er taugt für den Überblick, wenn mehrere Seiten fehlen.

Achten Sie im Ergebnis auf das Wort noindex. Das ist eine Anweisung im Code einer Seite, die Google sagt, diese Seite nicht aufzunehmen. Steht sie dort, entfernt Google die Seite vollständig aus den Suchergebnissen, auch wenn andere Websites auf sie verlinken. Fehlt die Seite überhaupt, prüfen Sie zuerst, ob die Website wirklich live ist und ob das Hosting läuft.

Was muss ich tun, damit meine Website bei Google erscheint?

Melden Sie die wichtigsten Seiten in der Search Console zur Indexierung an, sobald die Website getestet und live ist. Das ist der Schritt, der beim Night Market gereicht hat.

Der naheliegende Rat ist, als Erstes eine Sitemap einzureichen. Das halte ich für die falsche erste Maßnahme. Eine kleine Website mit rund 500 Seiten oder weniger braucht gar keine Sitemap, wenn ihre Seiten durchgängig untereinander verlinkt sind. Die Website eines Handwerksbetriebs oder eines Ladens liegt weit darunter.

Dazu kommt ein praktischer Grund. Eine Sitemap einfach so einzurichten ergibt keinen Sinn, wenn danach noch an der Seitenstruktur gearbeitet wird. Hat Google die Sitemap einmal verarbeitet, dauert es in der Regel mehrere Tage bis sogar Wochen, bis es eine neue Fassung wieder verarbeitet und seine Daten anpasst. Wer also erst einreicht und dann umbaut, wartet, während Google mit dem alten Stand arbeitet.

Meine Reihenfolge ist deshalb diese:

  • Die Seitenstruktur festlegen, also welche Seiten es gibt und wie sie zusammenhängen.
  • Die Inhalte ausarbeiten, mit den Suchbegriffen an den Stellen, an denen sie stehen müssen.
  • Wenn alles fertig ist, die Sitemap einrichten und die Seiten in der Search Console anmelden.

Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google gefunden wird?

Aufgenommen ist eine sauber aufgesetzte Website, deren wichtigste Seiten angemeldet sind, bei meinen Projekten in der Regel innerhalb von einem Tag. Das heißt, Google kennt die Seite und kann sie zeigen.

Wie lange es dauert, bis sie zu einer bestimmten Suche gefunden wird, ist eine andere Frage. Es kommt erstens darauf an, wonach jemand sucht, und zweitens darauf, wie stark der Wettbewerb in diesem Bereich ist. Dazu kommt nach meiner Erfahrung das Alter der Domain und wie viel Vertrauen sie bei Google schon hat. Eine ganz neue Adresse braucht in der Regel etwas länger als eine ältere, selbst wenn die ältere noch technische Probleme hat. Eine feste Frist kann Ihnen niemand zusagen, weil Google selbst keinen der Schritte garantiert.

Was die Korrektur kostet und wann eine SEO-Analyse nicht passt

Der Aufwand hat zwei Größenordnungen.

  • Technische Korrekturen: Ladezeiten, Title-Tags, Meta-Descriptions und die Alt-Texte der Bilder lassen sich KI-gestützt relativ schnell beheben. Das liegt oft im niedrigen dreistelligen Bereich.
  • SEO-Analyse mit Contentplanung: Aufwendig wird es erst, wenn eine tiefgreifende Analyse und eine Strategie für organische Reichweite dazukommen. Der Umfang richtet sich nach dem Aufwand, und die Arbeit lässt sich in Phasen stückeln, die zu Ihrem Budget passen.

Die Analyse passt nicht für jeden. Wer bereits genug Aufträge hat, sie ohnehin nicht alle abdecken kann und keine Kapazität hat, die Erkenntnisse umzusetzen, braucht sie nicht. Eine Ausnahme mache ich: Auch bei voller Auftragslage kann eine Analyse mit Contentplanung sinnvoll sein, wenn Sie damit höherwertige Kunden gewinnen und mit weniger Kunden mehr Umsatz machen wollen.

Prüfen Sie diese Woche Ihre Startseite im URL-Prüftool. Danach wissen Sie, ob Google die Seite kennt, und können entscheiden, ob eine technische Korrektur reicht. Zeigt das Tool eine Meldung, mit der Sie nichts anfangen können, oder ist die Seite im Index und erscheint zu Ihren Suchbegriffen trotzdem nicht, dann schaue ich mir die Website an, wie ich es unter Suchmaschinenoptimierung bei DDD beschreibe.

Quellen