Was Figma eigentlich ist

Figma ist ein Design-Tool für Oberflächen. Websites, Apps, alles, was man später am Bildschirm bedient. Es läuft im Browser, es muss nichts installiert werden, und mehrere Leute können gleichzeitig auf dieselbe Datei schauen.

Für Sie ist der wichtigste Punkt ein anderer. Was in Figma entsteht, ist noch keine echte Website. Es ist ein Entwurf. Ein Bild, das aussieht wie die spätere Seite, sich anklicken lässt wie die spätere Seite, aber im Hintergrund kein einziges Stück fertiger Code ist. Das klingt nach einem Umweg. Es ist das Gegenteil.

Erst zeichnen, dann bauen

Ich arbeite mich in drei Schritten an Ihre Seite heran, und jeder Schritt wird konkreter.

Wireframe. Der Grobaufbau, meist noch in Grau. Hier geht es nur um die Frage, was wohin kommt. Wo steht die Überschrift, wo der Anruf-Button, in welcher Reihenfolge kommen die Inhalte. Keine Farben, keine Bilder, keine Ablenkung. Nur das Gerüst.

Mockup. Jetzt bekommt das Gerüst den fertigen Look. Ihre Farben, Ihre Schrift, echte Texte, echte Bilder. Am Ende sieht das Mockup aus wie die spätere Seite, Pixel für Pixel.

Klickbarer Prototyp. Aus den einzelnen Bildern wird ein Durchklick. Sie tippen auf den Button und landen auf der nächsten Seite, genau wie später im echten Betrieb. So merken Sie vor dem Bau, ob sich die Seite richtig anfühlt und ob der Weg vom ersten Blick bis zur Anfrage stimmt.

Am Ende dieser drei Schritte haben Sie Ihre Website gesehen, bevor sie existiert. Und Sie haben sie freigegeben. Erst dann fange ich in Webflow an zu bauen.

Warum dieser Umweg Geld spart

Das ist der eigentliche Grund für den ganzen Schritt. Eine Änderung im Entwurf kostet ein paar Klicks. Dieselbe Änderung an der fertigen, gebauten Seite kostet Stunden.

Ein Beispiel. Sie sehen das Mockup und merken, die Reihenfolge stört Sie. Das Kundenlob soll vor die Preisliste, nicht danach. In Figma schiebe ich zwei Blöcke, fertig, fünf Minuten. Wäre die Seite schon gebaut, müsste ich Struktur, Abstände und die Bewegungen dahinter neu sortieren. Aus fünf Minuten wird ein halber Nachmittag.

Deshalb klären wir die Richtung, solange sie noch billig zu ändern ist. Alles, worüber wir am Entwurf diskutieren und was wir am Entwurf verwerfen, muss ich später nicht bauen und wieder abreißen. Die Design-Phase kostet vorne etwas. Sie spart hinten mehr, als sie kostet.

Was Sie damit zu tun haben

Fast nichts, und das ist so gewollt. Sie müssen Figma nicht bedienen, nicht lernen, nicht kaufen.

Sie bekommen von mir einen Link. Den öffnen Sie im Browser, schauen sich den Entwurf an und schreiben Ihre Anmerkungen direkt daneben. Ein Klick auf die Stelle, die Ihnen nicht gefällt, ein kurzer Kommentar, das war es. Kein Programm, kein Konto, keine Einarbeitung.

So haben Sie das Ergebnis vor Augen, ohne selbst zeichnen zu müssen. Sie entscheiden, ich setze um. Sie kaufen nicht die Katze im Sack, sondern geben ein Bild frei, das Sie vorher in Ruhe geprüft haben.

Wo Figma aufhört

Jetzt die ehrliche Grenze, denn ein hübscher Entwurf ist nicht dasselbe wie eine Seite, die funktioniert.

Figma zeigt, wie Ihre Website aussieht und sich anklickt. Es sagt Ihnen nicht, ob Ihre Kunden sie auch verstehen. Ob der Handwerker, der abends um acht auf dem Handy nach einem Betrieb sucht, in drei Sekunden findet, was er braucht. Das steht in keinem Mockup. Das finde ich vorher heraus, indem ich mir anschaue, wer die Seite wirklich besucht und was diese Leute suchen. Der Entwurf setzt diese Erkenntnisse um, er ersetzt sie nicht.

Und noch etwas gehört auf den Tisch. Ein Prototyp ist ein Bild, keine fertige Seite. Er hat keine echte Technik dahinter, kein Kontaktformular, das wirklich Mails verschickt, keine Suche, die wirklich sucht. Das kommt alles beim Bau in Webflow. Wer den Prototyp mit der fertigen Website verwechselt, wird sich wundern, warum das Formular im Entwurf noch nichts abschickt. Das sage ich lieber vorher.

Was Figma kostet

Kurze Antwort. Für Sie nichts.

Die Lizenz ist mein Werkzeug, nicht Ihres. Figma rechnet den Platz zum Gestalten pro Monat und pro Person ab, in dem Tarif, mit dem ich arbeite, sind das rund 16 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung für einen vollen Design-Platz. Figma rechnet in US-Dollar ab, der Euro-Betrag schwankt also leicht mit dem Wechselkurs. Diese Gebühr zahle ich, nicht Sie.

Für Sie ist der entscheidende Punkt der. Anschauen und Kommentieren ist kostenlos. Solange ich auf einem bezahlten Tarif bin, kann ich Ihnen den Entwurf zeigen und Sie können ihn kommentieren, ohne dass dafür ein einziger Cent oder ein eigenes Konto nötig wäre. Sie bezahlen bei mir die Design-Arbeit, nicht die Software. Und wenn Ihr Vorhaben für den DIGI-Zuschuss Hessen infrage kommt, deckt der bis zur Hälfte der Projektkosten, die Design-Phase eingeschlossen.

Was das für Sie heißt

Sie sehen Ihre Website, bevor sie gebaut wird. Sie geben sie frei, wenn sie stimmt, und ändern in Ruhe, was noch nicht passt, solange das Ändern nur Minuten kostet. Erst danach fließt Zeit in den echten Bau.

Das ist kein schöner Zusatzschritt. Es ist der Schritt, der verhindert, dass wir am fertigen Objekt teuer umbauen. Erst verstehen, dann zeichnen, dann bauen.